Nürnberg verbessert sich 2026 auf 6,71 Punkte, bleibt aber weiterhin klar unter dem Durchschnitt der 40 Großstädte (7,02). Nürnberg teilt sich Rang 35 mit Berlin und ist damit die bayerische Großstadt mit dem niedrigsten Zufriedenheitswert. Augsburg und München schneiden deutlich besser ab. Die wirtschaftlichen und sicherheitsbezogenen Indikatoren sprechen eigentlich für Nürnberg: Beschäftigung, BIP und Steuereinnahmen liegen auf solidem Niveau, die Zahl der Straftaten ist vergleichsweise niedrig, und auch Wohnungseinbrüche kommen seltener vor als in vielen anderen Großstädten. Positiv wirken zudem kurze Pendeldistanzen und eine moderate Mietpreisentwicklung. Die Nürnberger sind damit spürbar unzufriedener, als es die objektiven Bedingungen erwarten lassen – ein typischer „Underperformer“.
Die Schwächen liegen stärker im Lebensumfeld und in der Gesundheit. Angststörungen und Depressionen treten häufiger auf als im Städtedurchschnitt. Nürnberg verfügt über vergleichsweise wenige Erholungsflächen und Stadtparks. Die Zufriedenheitsverteilung zeigt ein gemischtes Bild: Der Anteil der Unzufriedenen sinkt zwar von 10,2 auf 8,4 Prozent und liegt damit leicht unter dem Großstädtedurchschnitt (8,6 Prozent). Gleichzeitig fällt der Anteil der Hochzufriedenen weiter – auf nur noch 36,0 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Städtedurchschnitt von 45,2 Prozent.