Essen verbessert sich im Städteranking 2026 deutlich und steigt mit 7,09 Punkten auf Rang 19 – vier Plätze höher als im Vorjahr. In der objektiven Lebensqualität erreicht Essen lediglich Rang 34. Die Zufriedenheitsverteilung hat sich im Vergleich zum Vorjahr spürbar verbessert: 45,6 Prozent der Bevölkerung zählen inzwischen zu den Hochzufriedenen. Gleichzeitig ist der Anteil der Unzufriedenen deutlich auf 7,3 Prozent gesunken (Vorjahr: 9,1 Prozent).
Bemerkenswert ist dieses hohe Zufriedenheitsniveau vor dem Hintergrund der objektiv schwierigen Rahmenbedingungen. Essen kämpft weiterhin mit niedrigem Wohlstand, einer schwachen Arbeitsmarktsituation, steigender Arbeitslosigkeit und einer hohen Zahl an Mindestsicherungsbeziehern. Auch infrastrukturelle Faktoren wie weite Pendeldistanzen und ein schlechtes Fahrradklima wirken belastend. Gleichzeitig sorgen günstige Mieten, viele Haushalte mit Kindern und eine hohe Geburtenrate für eine familiengeprägte Stadtstruktur, die sich positiv auf die subjektive Lebenszufriedenheit auswirkt.