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In Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg

Bundesland und Region

2023 lassen wir Corona weiter hinter uns, leider nur in kleinen Schritten: Die Lebenszufriedenheit erholt sich leicht vom Corona-Tief. Frauen und Familien sind wieder glücklicher, aber besonders Jugendliche leiden unter diffusen Ängsten. Die Inflation hat ihren Schrecken etwas verloren. Schleswig-Holstein bleibt weiterhin die zufriedenste Region Deutschlands. Im breiten Mittelfeld mischen sich ost- und westdeutsche Regionen.

    • 15.056

Baden-Württemberg rutschte während der Pandemie ins Mittelfeld ab und bleibt auch 2023 nur unterdurchschnittlich zufrieden. Diese Entwicklung ist enttäuschend, insbesondere für ein Bundesland mit einem hohen Einkommen und hoher Wertschöpfung. Sowohl die Einkommenszufriedenheit als auch die Arbeitszufriedenheit liegen auf einem niedrigen Niveau, wobei die Arbeitszufriedenheit sogar noch weiter abgenommen hat.

    • 2.438

Die Zufriedenheit der Bayern mit ihrem Leben wächst und liegt in allen Lebensbereichen über dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders im wohlhabenden Süden Bayerns gibt es ein hohes Wohlbefinden. Damit bleibt Bayern – zusammen mit Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen und Teilen NRWs – eine der zentralen Glücksregionen Deutschlands.

    • 3.418

Berlin verändert sich gerade sehr schnell. Vermehrt junge Menschen ziehen in die Stadt, bevorzugt alleine lebend und mit guten Jobaussichten. Darüber hinaus steigt der Migrationsanteil kräftig an. Die Lebenszufriedenheit der Berliner kann sich leicht erholen, verbleibt aber unterdurchschnittlich. Zugleich berichten die Berliner von einer geringen Einkommens- und Familienzufriedenheit. Die Arbeits- und Gesundheitszufriedenheit konnte sich aber verbessern.

    • 1.886

Die Brandenburger sind gegenüber dem Vorjahr wieder etwas unglücklicher. Sehr zufrieden sind sie allerdings mit ihrem Familienleben und ihrer Gesundheit. Die Einkommenszufriedenheit bleibt hingegen gering. Von der regionalen Struktur her gibt es eigentlich zwei Brandenburg: den Berliner Speckgürtel, wohin zunehmend junge Berliner ziehen, und die ländlich geprägte Peripherie.

    • 1.529

Den Bremern geht es 2023 wieder wesentlich besser. Die Einkommens-, Arbeits- und Familienzufriedenheit sind deutlich gestiegen. In der Lebenszufriedenheit nähert man sich dem gesamtdeutschen Durchschnitt an und liegt im Bundesländer-Ranking sogar auf Rang neun. Es bleiben aber viele Probleme bestehen und so ist fraglich, ob die Hansestadt zukünftig diesen guten Rang halten wird.

    • 1.513

Die Lebenszufriedenheit der Hamburger ist nach wie vor außerordentlich hoch. Insbesondere die Zufriedenheit in den Bereichen Familie und Wohnsituation sticht hervor. Jedoch sind in Bezug auf Einkommens- und Arbeitszufriedenheit deutliche Herausforderungen zu erkennen. Die anhaltende Ungleichheit und steigende Arbeitslosenzahlen trüben das Lebensglück in der Hansestadt.

    • 1.731

Im Jahr 2023 hat sich Hessen zu einer der glücklichsten Regionen Deutschlands entwickelt und konnte an seine Position von vor Corona anknüpfen. Vor allem sind die Hessen mit ihrem Ein-kommen und ihrer Gesundheit äußerst zufrieden. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede innerhalb des Bundeslandes: Der Norden erfreut sich einer noch höheren Lebenszufriedenheit als der Süden.

    • 1.972

Die Lebenszufriedenheit in Mecklenburg-Vorpommern rutscht weiter in den Keller. Die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Einkommen, die früher gut war, ist durch Corona gefallen. Besonders unzufrieden sind die Menschen mit ihrem Einkommen und ihrer Gesundheit. Glücklich sind sie aber mit den wunderschönen Naturlandschaften.

    • 2.311

Niedersachsen bleibt im allgemeinen Wohlbefinden leicht unterdurchschnittlich. Obwohl das Land sehr vielfältig ist, ist das Glück sehr gleich verteilt. Traditionell sind die Niedersachsen mit ihrer Arbeit und ihrem Familienleben sehr zufrieden – so auch wieder 2023. Niedersachsen ist in punkto Lebenszufriedenheit ein repräsentatives Abbild Deutschlands.

    • 2.101

Nordrhein-Westfalen gehört weiterhin zur Spitzengruppe der Glücksregionen Deutschlands, obwohl das Bundesland recht heterogen ist: Das Münsterland, die Regionen rund um Köln und Düsseldorf sowie Teile Westfalens gehören mit zu den deutschlandweit glücklichsten Regionen, dagegen sind das Ruhrgebiet sowie der Norden Westfalens allenfalls durchschnittlich. Besonders hoch ist in NRW die Familienzufriedenheit.

    • 4.197

Auch 2023 ist die Lebenszufriedenheit in Rheinland-Pfalz unterdurchschnittlich und das Bundesland fällt im Ranking auf Rang zwölf zurück, was für eine ländlich geprägte westdeutsche Region enttäuschend ist. Auffällig ist, dass die Rheinland-Pfälzer sehr dünnhäutig auf Ereignisse wie Corona oder die Preissteigerungen der letzten Jahre reagieren. Dabei hat Rheinland-Pfalz viele Eigenschaften, die ein hohes Wohlbefinden versprechen.

    • 1.951

Das subjektive Wohlbefinden der Saarländer sinkt weiter und der Abwärtstrend erfasst sogar sämtliche Bereichszufriedenheiten. Am unzufriedensten sind sie mit ihrer finanziellen Situation. Aber auch die Zufriedenheit mit der Arbeit und der Familie ist ausgesprochen niedrig. Gründe liegen im stockenden Strukturwandel der industriell geprägten Region und in den aktuellen Krisen wie Energiepreise und Deglobalisierung.

    • 2.497

Sachsen ist der ostdeutsche Aufsteiger 2023. Mit 6,92 Punkten bewerten die Sachsen ihr Wohlbefinden exakt wie der deutsche Durchschnitt und gehören keineswegs zu den Unzufriedenen in der Republik. Auch die Einkommens-, Arbeits- und Familienzufriedenheiten legen zu. Einzig die Gesundheitszufriedenheit schwächelt.

    • 1.535

Sachsen-Anhalt ist das glücklichste ostdeutsche Bundesland: Die Sachsen-Anhalter sind zufriedener mit ihrer Arbeit, dem Familienleben und der Gesundheit geworden – und überflügeln so manches westdeutsche Bundesland. Bemerkenswert ist, dass sie vor allem mit ihrem Einkommen besonders zufrieden sind. Das liegt auch daran, dass es in einigen Regionen deutlich bergauf geht.

    • 1.732

Zum elften Mal in Folge dürfen sich die Schleswig-Holsteiner über den Titel der glücklichsten Deutschen freuen. In sämtlichen Aspekten des Lebens schneiden sie im Vergleich zur restlichen Bundesrepublik überdurchschnittlich gut ab. Ein Geheimnis ihres Glücks scheint die Inspiration durch die skandinavische Lebensweise zu sein – auch »Hygge« genannt.

    • 5.241

Thüringen galt lange als »Glücksoase des Ostens«, doch die Corona-Pandemie traf das Land außergewöhnlich hart. Auch die Erholung verläuft schleppend. Es fehlt an wirtschaftlicher Dynamik, das Stadt-Land-Gefälle ist groß und viele Thüringer hadern mit der Situation. Lediglich mit ihrem Freizeitleben sind die Thüringer zufriedener als der gesamtdeutsche Durchschnitt.

    • 1.566
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